Ausdehnungsgefäß Rechner

Mit diesem Ausdehnungsgefäß Rechner können Sie das Ausdehnungsgefäß berechnen, also das Membran-Ausdehnungsgefäß für eine geschlossene Heizungsanlage oder einen Trinkwasserspeicher. Geben Sie Wasserinhalt, Füll- und Höchsttemperatur, Vordruck des Gefäßes und Ansprechdruck des Sicherheitsventils ein, und der Rechner liefert Ausdehnungsvolumen, Nutzungsfaktor, Mindestvolumen und die nächste Standardgröße in Litern und Gallonen.

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Der Ausdehnungsgefäß Rechner gehört zu unserer Sammlung Sanitär & Warmwasser Rechner. Entdecken Sie weitere Sanitär & Warmwasser Rechner, um passend zu diesem Werkzeug zu dimensionieren, umzurechnen und Ihre Ergebnisse zu prüfen.

Was der Ausdehnungsgefäß Rechner leistet

Wasser dehnt sich beim Erwärmen aus: Von 10 °C auf 70 °C wächst sein Volumen um etwa 2,2 Prozent. In einer geschlossenen Anlage kann dieses zusätzliche Wasser nirgendwohin, also steigt der Druck, bis das Sicherheitsventil öffnet. Ein Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG) enthält ein Gaspolster aus Luft oder Stickstoff, das sich zusammendrückt und das zusätzliche Wasser aufnimmt. Der Rechner ermittelt das Ausdehnungsvolumen aus der Dichte des Wassers und skaliert es mit dem Anteil des Gefäßes, der sich zwischen Vordruck und Enddruck füllen kann.

Vn = (Ve + VV) × (pe + 1) ÷ (pe − p0)

Formel für das Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsvolumen folgt aus der Dichte des Wassers bei beiden Temperaturen:

Ve = VA × (ρFüll ÷ ρmax − 1)

Alle Drücke sind Überdrücke in bar. Der Enddruck pe liegt 0,5 bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils, bei Ventilen über 5 bar 10 Prozent darunter, damit das Ventil nicht tropft. Der Nutzungsfaktor (pe − p0) ÷ (pe + 1) ist der Anteil des Gefäßes, der sich mit Wasser füllt; er folgt aus dem Gesetz von Boyle-Mariotte für das Gaspolster. Die Wasservorlage nach DIN EN 12828 ergänzt 0,5 Prozent des Anlageninhalts, mindestens 3 Liter, damit das Gefäß auch nach dem Abkühlen und kleinen Verlusten noch Wasser enthält.

Beispiel: Ausdehnungsgefäß berechnen

Eine Heizungsanlage mit 200 L Wasser, gefüllt bei 10 °C und betrieben bis 70 °C, mit 1,0 bar Vordruck und einem Sicherheitsventil mit 3 bar:

Ve = 200 × 2,24 % = 4,49 L, Wasservorlage = 3 L
pe = 3 − 0,5 = 2,5 bar, Nutzungsfaktor = 1,5 ÷ 3,5 = 0,429
Vn = 7,49 ÷ 0,429 = 17,5 L → 18 L

Ein Warmwasserspeicher mit 300 L, von 10 °C auf 60 °C erwärmt, an einem Versorgungsdruck von 3,5 bar und mit Sicherheitsventil 6 bar, braucht 17 L, also ein Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß mit 18 L.

So können Sie das Ausdehnungsgefäß berechnen

Geben Sie den gesamten Wasserinhalt der Anlage ein, einschließlich Kessel oder Wärmepumpe, Rohrnetz, Heizkörpern oder Fußbodenheizung und eines Pufferspeichers. Tragen Sie die Fülltemperatur und die höchste Wassertemperatur der Anlage ein. Setzen Sie den Vordruck, meist die statische Höhe der Anlage in bar plus 0,2 bar, und den Ansprechdruck des Sicherheitsventils. Lassen Sie die Wasservorlage nach DIN EN 12828 für Heizungsanlagen eingeschaltet. Klicken Sie auf Berechnen.

Die berechnete Größe des Ausdehnungsgefäßes deuten

Wählen Sie die nächste Standardgröße am oder über dem Mindestvolumen. Ein zu kleines Gefäß lässt den Druck bei jedem Aufheizen bis zum Ansprechdruck steigen, das Ventil tropft und die Anlage verliert Wasser. Ein größeres Gefäß schadet nicht. Der Vordruck zählt so viel wie das Volumen: Stellen Sie ihn bei kalter, wasserseitig druckloser Anlage ein und passen Sie ihn an die statische Höhe plus Zuschlag an, sonst beginnt das Gefäß den Zyklus schon teilweise gefüllt.

Wann Sie das Ausdehnungsgefäß berechnen

  • Das MAG für eine neue Heizungsanlage bemessen
  • Das Gefäß nach dem Einbau weiterer Heizkörper oder eines Pufferspeichers prüfen
  • Ein Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß für einen Warmwasserspeicher auslegen
  • Den Vordruck in einem hohen Gebäude festlegen
  • Ein tropfendes Sicherheitsventil beim Aufheizen beheben

Häufige Fehler, wenn Sie das Ausdehnungsgefäß berechnen

  • Den Werksvordruck stehen lassen. Stellen Sie ihn auf statische Höhe plus Zuschlag ein.
  • Den Pufferspeicher vergessen. Zählen Sie das gesamte Wasser.
  • Den Ansprechdruck als Enddruck verwenden. Bleiben Sie 0,5 bar darunter.
  • Ein Heizungs-MAG für Trinkwasser nutzen. Setzen Sie ein Trinkwassergefäß ein.

Tipps zum Membran-Ausdehnungsgefäß

  • Prüfen Sie den Vordruck jährlich bei wasserseitig druckloser Anlage.
  • Runden Sie auf die nächste Standardgröße auf.
  • Setzen Sie das Gefäß in den Rücklauf nahe dem Wärmeerzeuger oder der Pumpensaugseite.

Ausdehnungsgefäß Heizung und Anlageninhalt

Der Anlageninhalt ist die schwierigste Eingabe. Als grober Richtwert enthalten Heizkörperanlagen etwa 10 bis 15 Liter pro kW Kesselleistung, Fußbodenheizungen 15 bis 20 Liter pro kW und alte Gussanlagen mehr. Für einen genauen Wert addieren Sie den Wasserinhalt des Wärmeerzeugers aus dem Datenblatt, den Inhalt der Heizkörper und das Rohrnetz, das der Rohrvolumen Rechner pro Meter jeder Rohrgröße liefert. Wärmepumpen mit Pufferspeicher bringen dessen Volumen hinzu, das der Tankvolumen Rechner aus den Maßen ermittelt.

Ausdehnungsgefäß Trinkwasser

Verhindern ein Rückflussverhinderer oder Druckminderer, dass erwärmtes Wasser ins Netz zurückfließt, braucht ein Warmwasserspeicher ein eigenes Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß mit lebensmittelechter Membran, das nach DIN 4807-5 durchströmt ausgeführt wird. Es gilt dieselbe Formel mit dem Speicherinhalt, der Kaltwasser- und Speichertemperatur, dem Versorgungsdruck als Vordruck und dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils, in Europa meist 6 bar. Bemessen Sie den Speicher zuerst mit dem Warmwasserspeicher Rechner.

Ausdehnung des Wassers nach Temperatur

HöchsttemperaturAusdehnung ab 10 °CPro 100 L Wasser
40 °C0,75 %0,75 L
50 °C1,18 %1,18 L
60 °C1,68 %1,68 L
70 °C2,24 %2,24 L
80 °C2,87 %2,87 L
90 °C3,56 %3,56 L

Ausdehnungsgefäß Größe: Heizungsanlagen mit 3-bar-Sicherheitsventil

Standardgröße mit Wasservorlage nach DIN EN 12828, Füllung bei 10 °C, nach Höchsttemperatur und Vordruck:

Anlageninhalt70 °C, 1,0 bar70 °C, 1,5 bar90 °C, 1,5 bar
100 L18 L25 L25 L
150 L18 L25 L35 L
200 L18 L35 L50 L
300 L25 L35 L50 L
500 L35 L50 L80 L
1000 L80 L100 L200 L

Häufige Fragen zum Ausdehnungsgefäß Rechner

Wie berechne ich ein Ausdehnungsgefäß?

Multiplizieren Sie den Anlageninhalt mit der Ausdehnung des Wassers, addieren Sie die Wasservorlage und teilen Sie durch den Nutzungsfaktor (pe − p0) ÷ (pe + 1). Eine Anlage mit 200 L bis 70 °C bei 1 bis 3 bar braucht etwa 18 L.

Welchen Vordruck braucht das Ausdehnungsgefäß?

Bei Heizungen die statische Höhe der Anlage in Metern geteilt durch 10 plus etwa 0,2 bar. Bei Trinkwasserspeichern den Versorgungsdruck hinter dem Druckminderer.

Wie stark dehnt sich Wasser beim Erwärmen aus?

Etwa 1,7 Prozent von 10 °C auf 60 °C, 2,2 Prozent bis 70 °C und 3,6 Prozent bis 90 °C.

Was passiert, wenn das Ausdehnungsgefäß zu klein ist?

Der Druck erreicht beim Aufheizen den Ansprechdruck, das Sicherheitsventil öffnet, und die Anlage verliert Wasser und muss nachgefüllt werden.

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