Hitzeindex Rechner
Mit diesem Hitzeindex Rechner können Sie den Hitzeindex berechnen, also wie heiß es sich anfühlt, wenn zur Lufttemperatur die Feuchte hinzukommt. Geben Sie die Temperatur in Celsius und die relative Luftfeuchtigkeit ein, und der Rechner liefert die gefühlte Temperatur in °C und °F mit einer Gefahrenstufe. Er nutzt die Regression des US-Wetterdienstes NWS, Sie rechnen also wie die Meteorologen.
Ergebnisse
Der Hitzeindex Rechner gehört zu unserer Sammlung Kühlen & Heizen Rechner. Entdecken Sie weitere Kühlen & Heizen Rechner, um passend zu diesem Werkzeug zu dimensionieren, umzurechnen und Ihre Ergebnisse zu prüfen.
Warum Sie den Hitzeindex berechnen
Schweiß kühlt den Körper, indem er verdunstet, und feuchte Luft bremst das; deshalb fühlt sich ein schwüler Tag heißer an, als das Thermometer zeigt. Der Hitzeindex gibt diesem Gefühl eine Zahl: die gefühlte Temperatur aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit. Der Rechner übersetzt die gewöhnliche Temperatur in diesen Wert und nennt die Wärmebelastung, die damit verbunden ist.
Die Formel, um den Hitzeindex zu berechnen
Der US-Wetterdienst nutzt die Rothfusz-Regression, mit T in °F und rF in Prozent:
Unter etwa 80 °F (27 °C) gilt eine einfachere Formel, und bei sehr trockener oder sehr feuchter Luft greifen kleine Korrekturen. Der Rechner erledigt diese Fallunterscheidungen für Sie, die Bestimmung des Hitzeindex dauert also einen Schritt statt einer langen Handrechnung.
Beispiel: Hitzeindex berechnen
Luft mit 32 °C (89,6 °F) bei 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit:
Der Tag fühlt sich also etwa fünf Grad heißer an, als das Thermometer zeigt, im Bereich äußerster Vorsicht, in dem bei längerer Aktivität Hitzekrämpfe und Hitzeerschöpfung wahrscheinlich werden.
So können Sie den Hitzeindex berechnen
Geben Sie die Lufttemperatur in Grad Celsius und die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent ein. Der Rechner rechnet die Temperatur intern in Fahrenheit um, wendet die Regression an und liefert den Hitzeindex in °C und °F sowie eine Gefahrenstufe von Vorsicht bis extreme Gefahr. Nutzen Sie einen Messwert im Schatten, denn direkte Sonne kann die gefühlte Temperatur um mehrere Grad erhöhen.
Den berechneten Hitzeindex richtig deuten
Die Stufen des NWS lauten: unter 80 °F (27 °C) keine zusätzliche Gefahr, 80 bis 90 °F (27 bis 32 °C) Vorsicht, 90 bis 103 °F (32 bis 39 °C) äußerste Vorsicht, 103 bis 124 °F (39 bis 51 °C) Gefahr und ab 125 °F (52 °C) extreme Gefahr. Der Rechner setzt Schatten und leichten Wind voraus; volle Sonne kann die gefühlte Temperatur um bis zu 8 °C erhöhen. Planen Sie Pausen, Trinken und Arbeitszeiten nach der Gefahrenstufe statt nur nach der Temperatur. Der Deutsche Wetterdienst nutzt für seine Hitzewarnungen ein eigenes Maß der gefühlten Temperatur, die Größenordnung ist aber ähnlich.
Wann Sie den Hitzeindex berechnen
- Schichten für Arbeit im Freien planen
- Pausen und Trinkzeiten bei Sport und Veranstaltungen festlegen
- Die Wärmebelastung in Lagerhallen oder Küchen prüfen
- Vorhergesagte Tage danach vergleichen, wie heiß sie sich anfühlen
Häufige Fehler, wenn Sie den Hitzeindex berechnen
- Einen Wert in der Sonne messen. Messen Sie die Lufttemperatur im Schatten; die Formel setzt Schatten bereits voraus.
- Taupunkt und Feuchte verwechseln. Geben Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent ein, nicht den Taupunkt.
- Die Anstrengung ignorieren. Schwere Arbeit erhöht das Risiko bei jedem Hitzeindex.
Tipps, um den Hitzeindex genau zu berechnen
- Messen Sie Temperatur und Feuchte zur selben Zeit am selben Ort.
- Planen Sie in voller Sonne oder schwerer Kleidung eine Sicherheitsreserve ein.
- Prüfen Sie im Tagesverlauf erneut, denn die Feuchte erreicht oft morgens ihren Höchstwert.
Hitzeindex berechnen: warum die Feuchte zählt
Der Körper gibt Wärme vor allem durch Schwitzen ab, und Schweiß kühlt nur, wenn er verdunstet. Bei hoher Feuchte hält die Luft bereits viel des Wassers, das sie aufnehmen kann, die Verdunstung verlangsamt sich, und die Körperkerntemperatur steigt. Deshalb gewichtet der Hitzeindex die Feuchte ebenso stark wie die Temperatur: Bei 35 °C steigt die gefühlte Temperatur von etwa 37 °C bei 40 Prozent Feuchte auf deutlich über 50 °C bei 80 Prozent. Auch Gebäude spüren das, und der Kühllast Rechner bemisst die Kühlung, die Innenräume aus den Gefahrenstufen heraushält.
Hitzeindex und WBGT im Vergleich
Ein Hitzeindex ist schnell berechnet und braucht nur zwei Messwerte, ist aber nicht das einzige Maß für Wärmebelastung. Die Wet Bulb Globe Temperature (WBGT) berücksichtigt zusätzlich Sonne und Wind und wird von Armeen und Sportverbänden für Belastungsgrenzen genutzt; im Arbeitsschutz verweist die Norm DIN EN ISO 7243 auf sie. Der Hitzeindex eignet sich für allgemeine Warnungen und die Tagesplanung, der WBGT für strenge Regeln am Arbeitsplatz in direkter Sonne.
Hitzeindex Tabelle (°C)
| Lufttemperatur | 40 % rF | 60 % rF | 80 % rF |
|---|---|---|---|
| 28 °C | 28 °C | 30 °C | 32 °C |
| 30 °C | 31 °C | 33 °C | 38 °C |
| 32 °C | 33 °C | 37 °C | 45 °C |
| 35 °C | 37 °C | 45 °C | 58 °C |
Die Werte sind gerundet und gelten im Schatten.
Häufige Fragen zum Hitzeindex Rechner
Was ist der Hitzeindex?
Die gefühlte Temperatur aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit, die zeigt, wie heiß es sich für den Körper anfühlt. Der Rechner liefert sie in °C und °F.
Wie berechne ich den Hitzeindex?
Mit der Rothfusz-Regression des NWS, mit Temperatur in °F und Feuchte in Prozent, und anschließender Umrechnung, wenn Sie in Celsius arbeiten. Der Rechner erledigt beide Schritte.
Berücksichtigt der Hitzeindex die Sonne?
Nein. Er setzt Schatten und leichten Wind voraus. Direkte Sonne kann die gefühlte Temperatur um bis zu etwa 8 °C (15 °F) erhöhen.
Ist der Hitzeindex dasselbe wie der Humidex?
Nein. Der Humidex ist ein kanadischer Index auf Basis des Taupunkts. Beide zeigen ähnliche Tendenzen, aber unterschiedliche Zahlen, mischen Sie sie also nicht.
